Zeit für (mehr) Ehrlichkeit, SPD!

Gestern war ich mit meiner Tochter beim Kinderarzt. Beim Laufen durch den Ortskern fallen mir die SPD-Wahlplakate auf, die mich aus allen Ecken anschreien. Ich frage mich, was wollen die wohlklingenden Sprüche uns sagen? Man muss der SPD zu Gute halten, dass die Kampagne zur Bundestagswahl versucht, zu inhaltlichen Punkten Stellung zu nehmen. Leider verpasst es …

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M(al) E(cht) G(ar nicht) A(nders)

Spiegelbilder können auch Trugbilder sein. Und vor allem wenn man mit seinem Spiegelbild gerade unzufrieden ist, ist man besonders anfällig für Selbstbetrug. Oft hat man einen Lieblingsspiegel – nicht selten ein Hohlspiegel -, der einen besonders vorteilhaft darstellt. So ähnlich muss es bei der SPD und Martin Schulz sein. Was die SPD meint, was Martin …

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Natürlich ging es bei Wahlen in Deutschland immer auch
um Personen. Aber die Parteien gaben jahrzehntelang die
Leitplanken vor, die Kandidaten nicht durchschlagen durften.
Das hat sich verändert. Die SPD bekam von Gerhard Schröder
die Agenda 2010 verordnet, Merkel rückte die CDU so weit
nach links, dass das Programm ohne große Änderungen auf
einem SPD-Parteitag angenommen würde. Alles tummelt
sich jetzt in der Mitte.
Das ist nicht verboten. Aber die großen Volksparteien handeln so gegen den Geist des Grundgesetzes; sie organisieren
nicht den Kampf der Ideen, sondern bilden die Kulisse für
die Auftritte ihrer Spitzenleute. Sie verkommen zu staatlich
subventionierten Event-Agenturen.

Aus dem lesenswerten Leitartikel, DER SPIEGEL 09/2015

Tannte Albright macht mit beim beliebten “Der war’s”-Spiel – auch wenn der Erfolg des Spiels lediglich daraus besteht, Interessen der Waffen-Lobbies zu bedienen und die Angst in der Bevölkerung in Gange zu halten, erfreuen sich diese politischen Täuschungsmanöver aufgrund ihrer Lukrativität trotz der massenmörderischen Folgen größter Beliebtheit bei Politikern weltweit.
Livestream zur Sicherheitskonferenz gibt’s bestimmt im Internet, wird aber aufgrund zu viel Pathos dem mündigen Menschen nicht empfohlen.

Das jemandem, der in Deutschland etwas bewegen möchte, auch in 2015 der Eindruck vermittelt wird, Mitglied in einer Partei sein zu müssen, halte ich für einen historischen Treppenwitz.

Self