“Der Stein wird seit einem Jahr gehöhlt. So ist ein Klima entstanden, in dem die Hemmschwelle soweit abgesunken ist, dass die konkrete Gewalt zunimmt und dass es sich eben nicht mehr um den stillschweigenden Spaziergang handelt, sondern der dafür sorgt, dass an anderen Ecken von Dresden Leute sich bemüßigt fühlen, Gewalt anzuwenden.”
(http://www.deutschlandradiokultur.de/dresden-und-pegida-das-ist-ein-klima-das-man-kaum-noch.1013.de.html?dram%3Aarticle_id=333870)

Dieses Zitat hätte auch über Dortmund sein können. Es ist über Dresden. Das ist Hoffnung für Dresden.
Die Tage des #trainofhope in Dortmund haben gezeigt, dass das Brandmarken eines Ortes die Probleme nicht löst, sondern das gemeinsam Gutes tun.
Nachdem die Stadt nach München Zielort der meisten Flüchtlinge des Train of Hope war und in einem Kraftakt mehrere hundert Flüchtlinge am Bahnhof aufnahm und versorgte, begegnet man sich in Dortmund anders. Wer länger nicht in Dortmund war, kann die neue Achtsamkeit im öffentlichen Raum spüren: Gutes tun steckt an und macht süchtig.
Seitdem ist Dortmund eine City of Hope.
Jetzt Dresden!
Was man zur Klimaänderung benötigt, sind:
– Das Gute: Mutige Menschen, die Gutes tun
– Das Darübersprechen: Mutige Menschen, die vorangehen und den Guten eine Stimme verleihen
– Die Multiplikation: eine starke Organisation und ein belastbares Netzwerk

So lange wir Afrika zum reinen Rohstofflieferanten degradieren; so lange wir nicht ausreichend Hilfe für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel leisten, den die Industrieländer maßgeblich beeinflusst haben; so lange wir Kriege aus geopolitischen Gründen in andere Länder tragen oder Despoten als Partner akzeptieren, nur weil sie unseren Interessen nützlich sind; so lange werden sich Menschen auf den lebensgefährlichen Weg nach Europa machen.

Jan Jessen

Facebook-Post in ganzer Länge…

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Jetzt, wo innerhalb von nur einer Woche 1000 oder mehr Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind, herrscht allerorten…

Posted by Jan Jessen on Monday, April 20, 2015