Artist alters his

Aleppo-inspired bus barricade sculpture into giant middle finger after bitter divide and right-wingers protesting at official unveiling on Tuesday

Manaf

Halbouni, 32, the

Syrian-German artist said: “I have already been accused of the “abuse of artistic freedom” so why not push it some further”, he describes his new arrangement of three busses “The Finger” on the Neumarkt square in front of Dresden’s famous Frauenkirche.

“Some said my work of art was too complicated”, he expands. “I hope the new arrangement sends a much much clearer message to Dresdeners.”

New artwork’s name: The Finger

Halbouni admits that it might have been a bit too abstract to call his art just “Monument” in the first place so he came up with a more precise name for the sculpture.

“Maybe it was too ambitious to think I could help a generation of younger Dresdeners think about the horror and devastation caused by war. To make people aware of their style of protest after what happened in Dresden yesterday is not too much asked”, says Halbouni.

“Der Stein wird seit einem Jahr gehöhlt. So ist ein Klima entstanden, in dem die Hemmschwelle soweit abgesunken ist, dass die konkrete Gewalt zunimmt und dass es sich eben nicht mehr um den stillschweigenden Spaziergang handelt, sondern der dafür sorgt, dass an anderen Ecken von Dresden Leute sich bemüßigt fühlen, Gewalt anzuwenden.”
(http://www.deutschlandradiokultur.de/dresden-und-pegida-das-ist-ein-klima-das-man-kaum-noch.1013.de.html?dram%3Aarticle_id=333870)

Dieses Zitat hätte auch über Dortmund sein können. Es ist über Dresden. Das ist Hoffnung für Dresden.
Die Tage des #trainofhope in Dortmund haben gezeigt, dass das Brandmarken eines Ortes die Probleme nicht löst, sondern das gemeinsam Gutes tun.
Nachdem die Stadt nach München Zielort der meisten Flüchtlinge des Train of Hope war und in einem Kraftakt mehrere hundert Flüchtlinge am Bahnhof aufnahm und versorgte, begegnet man sich in Dortmund anders. Wer länger nicht in Dortmund war, kann die neue Achtsamkeit im öffentlichen Raum spüren: Gutes tun steckt an und macht süchtig.
Seitdem ist Dortmund eine City of Hope.
Jetzt Dresden!
Was man zur Klimaänderung benötigt, sind:
– Das Gute: Mutige Menschen, die Gutes tun
– Das Darübersprechen: Mutige Menschen, die vorangehen und den Guten eine Stimme verleihen
– Die Multiplikation: eine starke Organisation und ein belastbares Netzwerk

PEGIDA? Find ich gut! – Ein Lehrstück für Deutschland in zwei Akten

Menschen, die sich aus der Teilnahme an politischer Meinungsbildung weitestgehend verabschiedet hatten, äußern sich in Sozialen Netzwerken, gehen zu Demos auf die Straße und engagieren sich in Bürgerinitiativen. Wie konnte es dazukommen?

PEGIDA ist groß. Die Gegendemos sind größer.

All die Gefrusteten und Enttäuschten der bundespolitischer Schmierenkomödien und Affentheater in Bonn und/oder Berlin, haben begonnen, wieder zu diskutieren und die öffentlichen Debatten zu führen. PEGIDA hat sie aufgerüttelt. Sie positionieren sich nun demonstrativ gegenüber den Mitläufer von PEGIDA, die sie für politisch unfähig, plump und gefährlich halten. Dabei überraschen und beeindrucken sich die Gegendemonstranten im Moment selbst, denn Deutschlandweit übertreffen sie die zweifelhaften Versammlungen von PEGIDA.

Steigendes Bürgerengagement und die Entdeckung menschlicher Grundwerte

Dem Vereinfachen von Missständen in der Gesellschaftund der rechts-romantischen Verklärung von PEGIDA, können zögerliche Erklärungen und kalkulierte Statements unserer sogenannten Spitzenpolitiker nicht viel entgegenstellen (Beispiel Gaucks: “Euer Hass ist unser Ansporn.”). Genau wie die PEGIDA-Parolen laufen sie ins Leere.

Der Hass von PEGIDA kann kein Ansporn sein, genauso wenig wie die Existenz Rechter nicht Legitimation Linker ist. Es gibt ihn in der Realität nicht, diesen Kampf Gut gegen Böse. Statt Frontlinien durch die Gesellschaft zu ziehen, müssen wir aufeinander zugegehen, Ängste unser Mitbürger abbauen und vor allem alternative Lösungen für gesellschaftliche Missstände in Form bürgerlichen Engagements bieten. Dabei müssen wir Anhänger von PEGIDA ebenso mitnehmen. Das spüren viele Menschen.

Unter denen, die mit Schrecken und Angst auf PEGIDA und HOGESA schauen, findet eine Neubesinnung statt: Viele Menschen merken, dass die Reaktionen der Regierenden (Beispiel: Asylantragslaufzeit) weitere Ausgrenzung der PEGIDA-Mitläufer und mehr Polarisierung in unserer Gesellschaft bringen wird. Sie durchschauen, dass sich Zehntausende nicht ohne weiteres Zutun mundtot machen lassen.

Und genau das geschieht zurzeit verstärkt an allen Ecken und Enden der Bevölkerung. Endlich, überfällig sagen manche, verkennen aber, dass wir, dazu erst unsere Lektion lernen mussten.

Was wirkt sind die Neubesinnung auf Grundwerte unserer Gesellschaft und diese mit Leben zu füllen. Zurzeit bieten hier eine Vielzahl von neuen Bürgerprojekten und -initiativen die Möglichkeit dazu. Sie schiessen überall, wo es was zu tun gibt aus dem Boden. Hier übt sich Konsensfindung, Teamwork und gesellschaftliche Verzahnung. Die etablierten Kräfte können das nicht verhindern, sondern nur  unterstützen.

Das ist Lektion 1:  die Besinnung auf gesellschaftliche Grundwerte.

PEGIDA hat langfristige Folgen für unsere Gesellschaft. Und zwar Gute!

“Uns eint, dass wir der Gewalt und Intoleranz entgegentreten”, sagte Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Damit bringt er denk Inhalt von Lektion 2 auf einen Punkt: die Definition des Deutschen.

Wer einem freien und demokratischen deutschen Staat angehört, muss weder deutsch Abstammung sein oder der deutschen Sprache mächtig sein. Ein zu langes Beharren darauf hat zu Ausgrenzung und Entfremdung geführt.

Wer einem freien und demokratischen deutschen Staat angehört, muss nicht einer oft gewünschten Leitkultur folgen. Eine zwanghafte Kultur hat die Extremen gefördert, die Populisten und die Marktschreier. Eine tolerante und diverse Gesellschaft kennt keinen Extremismus.

Lange hielt sich in Deutschland eine sehr engstirnige Vorstellung davon, wer in Deutschland dazu gehört. PEGIDA und HOGESA demonstrieren uns gerade, wie vorturteilsbeladen und zu kurz gedacht diese Ansichten sind.

Wer einem freien und demokratischen deutschen Staat angehört, schätzt und lebt die Grundrechte der Menschen. Da kommen wir zusammen, das teilen wir. Eine gemeinsame Schnittmenge im Kopf, nicht im Kleiderschrank. Ein kleinster Nenner, der dafür sorgt, dass die Werte-Cloud als Ganzes funktioniert. Klar, ein Idealzustand. eine Utopie, aber ein erstrebenswertes, nie erreichbares Ziel. Der gemeinsame Weg ist das Ziel.

Für viele war das PEGIDA-Phänomen der entscheidende Anstoß, sich zu engagieren. Etwas zu ändern am unkritischen 08/15 und wieder auf Fremde zuzugehen und gemeinsam zu tun, Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede zu entdecken und leben. So entsteht wieder eine gesellschaftliche Seele.

Deswegen: PEGIDA finde ich gut!

Danke PEGIDA, dass Du die Leute aus Ihrer Lethargie geschubbst hast. So kommt Bewegung in die Menschen, die wichtig ist, um langfristig gewachsene unsoziale Standpunkte zu verändern.

Danke, dass Du uns demonstriert hast, wohin unsere Kälte und Egozentrik im Umgang miteinander führen können. So können wir Wärme ausstrahlen zu denen, die sich missverstanden fühlen und wieder Gemeinsames tun.

Danke, dass Du uns zeigst, wie populistische Aussagen, anziehen aber auch echte Probleme verfehlen können. So können wir lernen, Populisten zu enttarnen und nachhaltige Lösungen für die Wurzeln unserer Probleme zu finden.

Danke, dass Du das Tabu des Demonstrierens in unserer Gesellschaft gebrochen hast. Demonstrieren ist in Deutschland nicht mehr uncool. Und das ist gut so. So können wir in der Begegnung mit dem Phänomen PEGIDA die Straßen, als Begegnungsräume zurückerobern und in Zukunft zum Durchsetzen von lange vernachlässigten Bürgerbedürfnissen nutzen.

Danke PEGIDA für ein Unwort des Jahres, dass uns allen peinlich ist. Uns, die wir seit Jahren in alter Gewohnheit unkonstruktiv über die Presse ablassen, aber auch den Vertretern der Presse selber ist dieses Unwort unangenehm. Viele hinterfragen nun Ihre Art der journalistischen Arbeit.

PEGIDA, auch danke dafür, dass das Thema Flüchlingshilfe nun an höchster Stelle der sogenannten politischen Agenda steht. Es ist zu hoffen, dass in einem Dschungel von unterschiedlichsten höchst unmenschlichen Interessen eine gute Veränderung für die Flüchtling in Deutschland aber vor allem für die Flüchtlinge vor den Grenzen Europas entsteht. Wir hier können so viel mehr tun und wir werden viel auf die Beine stellen.

PEGIDA, danke. Auch dafür, dass Du so einfach zu entlarven bist. Nur so konnte der Reflex zu handeln erst ausgelöst werden. Denn wärest Du cleverer und subtiler, PEGIDA, wir hätten es wieder nicht gemerkt, bis es zu spät gewesen wär.