Zeit für (mehr) Ehrlichkeit, SPD!

Gestern war ich mit meiner Tochter beim Kinderarzt. Beim Laufen durch den Ortskern fallen mir die SPD-Wahlplakate auf, die mich aus allen Ecken anschreien. Ich frage mich, was wollen die wohlklingenden Sprüche uns sagen? Man muss der SPD zu Gute halten, dass die Kampagne zur Bundestagswahl versucht, zu inhaltlichen Punkten Stellung zu nehmen. Leider verpasst es …

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M(al) E(cht) G(ar nicht) A(nders)

Spiegelbilder können auch Trugbilder sein. Und vor allem wenn man mit seinem Spiegelbild gerade unzufrieden ist, ist man besonders anfällig für Selbstbetrug. Oft hat man einen Lieblingsspiegel – nicht selten ein Hohlspiegel -, der einen besonders vorteilhaft darstellt. So ähnlich muss es bei der SPD und Martin Schulz sein. Was die SPD meint, was Martin …

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Aus dem Jahr 2021

Nach weiteren vier Jahren GroKo ist Deutschland runtergewirtschaftet:

Das BIP ist zwar immer noch super, hat sich aber immer mehr als irrelevanter Indikator für die Gesundheit einer Volkswirtschaft herrausgestellt. Deutschland liegt am Boden, denn auch wenn man in den letzten Jahren tolle Produktionssteigerungen errechnet hat, haben die sozialen Probleme die durch jahrelange Politik auf den Schultern der Ärmsten das Land eingeholt.

2017 hatten viele Menschen in Martin Schulz eine Chance für eine andere Politik gesehen. Schulz konnte damals tatsächlich Wähler von links und rechts wieder für die SPD überzeugen. Rückblickend ein ziemlicher Käse, war Schulz doch ohne konkrete Positionen und lediglich mit dem Claim MEGA (sozialdemokratisch für “Make Europe Great Again”) aufgetreten.

Gehts noch, fragt man sich heute, aber viele Menschen wollten es im Jahre 2017 einfach glauben. Und so funktionierten die postfaktischen Effekte genauso wie sie eben funktionieren sollen. Erst später stellte sich heraus, dass Schulz wirklich keine Antwort auf Hartz4 und andere drängende Herausforderungen hatte. Die große Koalition unter Schulz war

nicht viel anders für das ökonomische Gleichgewicht im bevölkerungsreichsten Staat Europas als zuvor, geschweige denn für das in Europa selbst. 

Wir stehen nach noch veier Jahren ‘Weiter so’ vor einem Scherbenhaufen.

Das hätten wir 2017 schon wissen können.

(via Kellyanne Conway’s interview tricks, explained)

Von einem Freund

Moin Andreas Ihr Menschen,
wir stehen vor wichtigen
Wahlkämpfen. Ich befürchte, dass wir ein bisher nicht gekanntes Ausmaß
an postfaktischer Rhetorik erleben werden. Mit Tricks, die Frau Petry
und anderen AfDler in den diversen Talkshows, in denen sie übermäßig
vertreten waren, bereits vorgeführt haben. Sie benutzen Mittel der
schwarzen Rhetorik – und lernen viel von Trump und seinen SprecherInnen,
besonders von Frau Conway.
Jetzt habe ich ein Video gesehen, in dem die schmutzigen sprachlichen Tricks von Kellyanne Conway, der Sprecherin von Trump, erklärt werden:
Kellyanne Conway’s interview tricks, explained
Conway has a supernatural ability to derail tough interviews about Trump. How does she do it?
von Carlos Maza, 13.02.2017

http://www.vox.com/videos/2017/2/13/14597968/kellyanne-conway-tricks

Diese
Erklärung von Conway’s schwarzen Rhetorik-Tricks ist sehr gut, aber auf
Englisch – hier meine deutsche
Zusammenfassung:

Trick 1: Schlüsselwort aufgreifen, um vom Thema abzulenken
Conway sucht bei jeder Frage des Interviewers nach einer Lücke, um vom Thema der Frage abzulenken. So macht sie es:
1. Conway hört ein Schlüsselwort in der Frage ihres Gesprächspartners.
2. Sie wiederholt das Schlüsselwort, geht scheinbar auf das Thema ein, damit es sich so anhört, als ob sie auf die Frage antwortet.
3. Sie stellt das Schlüsselwort aber in einen völlig anderen Zusammenhang, wechselt dadurch das Thema und gewinnt die Oberhand.
Besonders
gerne benutzt sie diesen Trick, wenn sie sich mit einen Vorwurf des
Interviewers gegen die Trump-Regierung konfrontiert sieht, indem sie ein
Schlüsselwort des Vorwurfes aufgreift, um es dann „umzudrehen“ und die
Trump-Regierung als Verfolgten darzustellen: sie deutet den Verfolger
zum Verfolgten um.

Trick 2: Höflichkeit ausnutzen
Conway
nutzt den natürlichen Impuls des Gesprächspartners aus höflich zu sein
und nicht immer wieder dieselbe Frage zu stellen und auf einer
Beantwortung zu insistieren. Sie vertraut darauf, dass ihr
Gesprächspartner lieber selbst zum nächsten Thema wechselt – und hat
sich herausgewunden.

Trick 3: Den Schwarzen Peter weiterreichen
Conway
weicht einer Frage aus, indem sie – falsch – behauptet: „Ich weiß
darüber nichts.“ – „Ich habe darüber nicht mit dem Präsidenten
gesprochen.“

Trick 4: Falsche Interpretationen von Fakten erfinden

Ich hoffe, du kannst Ihr könnt damit was anfangen.